31. Aug. 2019: BILLE – Exklusive Sonderschau in Zürich

Treffen Sie an der Samstagsmatinee am 31. August 2019, 11 Uhr, im Arthouse Kino UTO (Kalkbreitestr. 3, 8004 Zürich) die Regisseurin Ināra Kolmane und den Drehbuchautor Arvis Kolmanis. Ihr Film BILLE von 2018 wird mit Untertiteln zum ersten Mal in der Schweiz gezeigt. BILLE ist eine Verfilmung nach den Motiven des gleichnamigen Romans von Vizma Belševica. Die Autorin Belševica (1931-2005) wurde jahrelang als aussichtsreichste lettische Kandidatin für den Literatur-Nobelpreis gehandelt. Der Anlass wird von der Gesellschaft Schweiz-Lettland organisiert und mitfinanziert, mit grosszügiger Unterstützung der Hull’s School in Zürich.

Zusammenfassung der bewegenden Geschichte:

Ein aussergewöhnliches und kreatives, kleines Mädchen versucht die verwirrende Welt der Erwachsenen in Europa kurz vor dem 2. Weltkrieg zu begreifen und ihren eigenen Wert zu beweisen, obwohl es ihrer Mutter an Wertschätzung und Liebe mangelt. Angesichts der Verachtung ihrer Mutter für sie versucht Bille, in ihrer lebhaften Fantasie einen Ausweg zu finden und nach dem Traumland zu suchen.

BILLE ist eine Verfilmung nach den Motiven des gleichnamigen Romans von Vizma Belševica. Die Autorin Belševica (1931-2005) wurde jahrelang als aussichtsreichste lettische Kandidatin für den Literatur-Nobelpreis gehandelt. Der Anlass wird von der Gesellschaft Schweiz-Lettland organisiert und mitfinanziert, mit grosszügiger Unterstützung der Hull’s School in Zürich.

Exklusive Sonderschau in der Schweiz, am Samstag, 31. August 2019, um 11 Uhr, im Kino Arthouse Uto an der Kalkbreitestrasse 3 in 8004 Zürich.

Film in Originalsprache mit englischen Untertiteln.

24. August 19 – 30 Jahre Baltischer Weg (Treffen in Fribourg)

Jurate Caspersen von der litauischen Gesellschaft organisiert ein Treffen an der Universität Fribourg zum Gedenken an die Menschenkette, die die baltischen Völker 1989 quer durch Litauen, Lettland und Lettland bildeten, um auf ihr Schicksal und den Unabhängigkeitswunsch aufmerksam zu machen. Bitte um Anmeldung bis 19. August an jurate@caspersen.ch

Lettlandreise: über Semgallen und Lettgallen zurück nach Vidzeme

Rundales pils
Rundāles pils. / Schloss Rundāle.

Am gemütlichen Neumitgliederanlass der Gesellschaft Schweiz Lettland am 25. Januar 2020 präsentierte das ehemalige Vorstandsmitglied unseres Vereins, Regina Wirz, die Eindrücke von ihrer Lettlandreise, die sie von Riga über Semgallen und Lettgallen zurück nach Vidzeme führte. Regina Wirz besuchte dabei auch unser Hilfsprojekt in Nereta, Südostlettland. Sie können das reichhaltige fotografische Material dieser Erkundung in einer Präsentation im PDF-Format (hier) anschauen. Die Reise führt Sie über Riga nach Rundāle, Koknese, wo Sie das Kraftwerk Pļaviņas bestaunen, weiter über die Gedenkstätte Likteņdārzs bis nach Nereta, Daugavpils, Krāslava und Aglona, sowie zurück über Rēzekne und Krustpils nach Sigulda, Saulkrasti und wieder Riga.

22. Juni 2019 – Ligo in Roveredo (GR)

Flyer der Johannesnacht / des Līgo-Fests am 22.6.2019 in Roveredo GR (GRIN Festival)
(klicken zum Anzeigen / Herunterladen)

Am 22. Juni 2019 findet erneut und in Zusammenarbeit mit der Tanzgruppe Ramtai und Alisi (Verein der Lettinnen und Letten in Italien und der italienischen Schweiz) von den GSL-Vorstandsmitgliedern Ieva Hull, Laura Haas und Edite Siemer mitorganisiert das Jāņi-Fest statt. Ramtai und die Folkgruppe Imanta Dimanta treten als offizielle Gigs am Festival GRIN in Roveredo im italienisch-sprachigen Südbünden auf. Die Feier der Sommersonnenwende in der Johannisnacht ist in Lettland einer der wichtigsten offiziellen Feiertage. Während das Fest in der Zeit der Sowjetbesetzung bis in die 80er-Jahre offiziell verboten war, ist es heute ein arbeitsfreier Tag in Lettland. Zum Fest gehören das Kranzflechten (Blumen für Mädchen, Eichenlaub für Männer, insbesondere für Johannes und Hans, die dann Namenstag haben), das Absingen der bezirzenden Līgo-Gesänge, evt. bei einem Rundgang durch die für das Fest herausgeputzten Gärten, das Essen von (im besten Fall selbstgemachtem) Kümmelkäse, das Biertrinken, das Tanzen um das Hochfeuer, das Suchen nicht existierender Farnblumen im Wald (am besten im Paar) und das nächtliche Nacktbaden. Das Programm in Roveredo am 22. Juni 2019 ist:

13:00 – 15:00

  • Jāņu nakts vainagu pīšanas darbnīca
  • Flecht-Werkstatt: Blumenkränze für die Haarpracht der Feiernden

17:00 – 18:00

  • Sadarbībā ar RAMTAI un grupu IMANTADIMANTA deju darbnīca mazajiem un lielajiem Jāņu bērniem.
  • In Zusammenarbeit mit der Tanzgruppe RAMTAIund der Musikgruppe IMANTADIMANTA Tanz-Werkstatt für kleine und grosse Johannesnacht-Kinder

21:00

  • Jāņu nakts ugunskurs
  • Johannesnacht-Feuer

Veranstaltungsort :

GRIN — Festival di Musiche dal Mondo a Roveredo, 6535 Roveredo GR, 46°14’04.3″N 9°08’04.7″E. Anfahrt : von Bellinzona mit Bus Nr. 214(Roveredo GR, Strada cantonale). Link : https://www.grinfestival.ch/.

  • Pieejama bezmaksas automašīnu stāvvieta
  • Kostenfreie Parkplätze für Autos vorhanden

18.+19. Juni. Jugendchor in BL und LU

Einer der besten Jugendchöre Lettlands, Gewinner von zahlreichen Preisen, kommt 2019 zum ersten Mal in die Schweiz, nach Auftritten in Deutschland, Kroatien, Estland und der Slowakei.

Über 50 Sängerinnen und Sänger mit Dirigent Edgars Vītols.

Das Repertoire besteht aus lettischen Volksliedern, nationalen wie internationalen Stücken sowie populären Melodien.

Zusammenarbeit mit berühmten lettischen Komponisten und Musikern wie Raimonds Pauls, Daumants Kalniņš, Ance Krauze, Ilze Arne u.a.

Der Gesang des Chors hat einen besonderen Klang, der dem Zuhörer die schönsten Emotionen vermittelt.

Eintritt frei – Kollekte!

9. Juni, Bern: Dernière Ausstellung Vincent Flückiger zu Lettgallen und Konzert „Von Barock bis Metallica“

Die Gesellschaft Schweiz-Lettland freut sich, Sie zu einem kulturellen Leckerbissen der Sonderklasse im Kellergewölbe unter den Lauben der Berner Altstadt im Kulturlokal ONO einzuladen: Am 9. Juni feiern wir die Dernière der Ausstellung von Vincent Flückiger, der seine Urban Sketchings aus dem – zugegebenermassen – meist eher ländlichen Lettgallen, dem unbekannten Südosten Lettlands, zeigt.

Geboten wird ein attraktives Konzertprogramm mit Werken barocker Alter Musik auf der Laute vorgetragen von Vincent Flückiger, der begleitet wird von Fred Chappuis auf dem Moog-Synthesizer und von Marina Viotti (Gesang).

Bern, 9. Juni, ab 19 Uhr. Weitere Informationen auf der Homepage des Lokals ONO: http://www.onobern.ch/ono-spezial/EventDetail/3049

11. Mai, Bern, Kulturlokal ONO – Unbekanntes Lettgallen

Im Rahmen unserer 27. Generalversammlung im Kulturlokal ONO in der Berner Altstadt empfangen wir drei hochinteressante Gäste, die uns in das Thema Lettgallen, den unbekannten, kulturell eigenständigen Südosten Lettlands, einführen werden. Wir hören den emeritierten Osteuropahistoriker der Universität Zürich, Prof. Dr. Carsten Goehrke, den lettgallischen Dichter, Philologen und Übersetzer und Gewinner des lettgallischen Kulturpreises „Bonuks“ Ivars Magazeinis und den Schweizer Künstler Vincent Flückiger, der uns musikalisch begleitet und seine Werke, die er als „Urban Sketcher“ in Lettgallen erstellt hat, präsentiert.

  • 09.45 Uhr, Generalversammlung (hier klicken)
  • 11 Uhr, Öffentlicher Teil: Lettlands unbekannter Osten – Lettgallen (hier klicken)
  • Vortrag Prof. Dr. Carsten Goehrke, „Lettgallen in der Geschichte“
  • Vortrag Ivars Magazeinis, „Was ist Lettgallen – Attraktionen Lettgallens – die lettgallische Frage“
  • Barocke Stücke vorgetragen von Vincent Flückiger auf der Laute
  • Gesprächsrunde zu Lettgallen mit Beteiligung des Publikums und Fragen an die Referenten
  • 13.20 Uhr, Vernissage der Ausstellung von Urban Sketcher Vincent Flückiger
  • 13.45 Uhr, Mittagessen (fakultativ) in der Brasserie Ratskeller (Anmeldung bis 7. Mai an gsl@schweiz-lettland.ch.

Wenn Sie nicht wissen, dass Lettgallisch eine eigene baltische Sprache (nahe beim Lettischen) ist, dass das einst polnisch-litauische Lehen eigene künstlerische (in Rezekne steht ein nagelneues Kulturzentrum), folkloristische und religiöse Traditionen besitzt (zu erwähnen sind etwa der katholische Wallfahrtsort Aglona, aber auch die orthodoxen und altgläubigen, lutheranischen, jüdischen und heidnischen Einflüsse) und dass der weltberühmte Mark Rothko in der Hauptstadt Daugavpils (Dünaburg) geboren ist, dann müssen Sie den Anlass besuchen. In Deutscher Sprache, mit Möglichkeit, auch Französisch und Lettisch zu sprechen. Statutarischer Teil nur für Mitglieder ab 9.45 Uhr, öffentlicher Teil ab 11.00 Uhr. Eintritt gratis. Als Mitglied der Schweiz-Lettland erhalten Sie zwei Getränkgutscheine: Damit können Sie ein Nichtmitglied einladen!

  • Einladung zum öffentlichen Anlass (hier klicken).
  • Einladung zur Generalversammlung (hier klicken).
  • Hinweis Kulturlokal ONO (Link).
  • Homepage Vincent Flückiger (Link).

Für das Essen nach dem Anlass in der Brasserie Ratskeller Bern, Gerechtigkeitsgasse 81, ist die Anmeldung bis spätestens 7. Mai obligatorisch an gsl@schweiz-lettland.ch oder 076 595 11 96.

27. April, Basel, Kräuterspaziergang – « Daba, Apzinātība, Augi. »

« Natur – Bewusstsein – Pflanzen » – Unter diesem Titel bieten wir eine schweizerisch-lettische Begegnung mit dem lettischstämmigen Umweltnaturwissenschaftler Karlis Kalns, in Basel. Der Anlass wird in Deutscher und Lettischer Sprache stattfinden. 11-13 Uhr mit anschliessender gemeinsamen Kräuter-Verkostung.

Einladung herunterladen: hier klicken.

Aus praktischen Gründen bitten wir Sie um eine Anmeldung per Telefon unter 076 595 11 96 oder per E-Mail an gsl@schweiz-lettland.ch. Nichtmitglieder haben die Möglichkeit, zum Unkostenbeitrag von Fr. 20.- teilzunehmen. Für Mitglieder übernimmt der Verein die Kosten. 

Mit Schweizerin in der Hauptrolle – Lettischer Film startet in der Schweiz

Filmplakat (www.mythenfilm.ch) mit Sabine Timoteo und die echte Melanija Vanaga (Quelle: Wikipedia)

Filmplakat (www.mythenfilm.ch) mit Sabine Timoteo und die echte Melanija Vanaga (Quelle: Wikipedia)

Der Film „Melanies Chronik“ des lettischen Regisseurs Viesturs Kairisch und der Szenografin und Künstlerin Ieva Jurjane zeigt die wahre Lebensgeschichte der deportierten Schriftstellerin Melanija Vanaga: Im Juni 1941 wurden 15 400 Einwohnerinnen und Einwohner Lettlands (vor allem Repräsentanten des Staates und Intellektuelle wie Richter, Politikerinnen, Polizisten, Lehrerinnen, Journalisten usw.) von der sowjetischen Besetzungsmacht nach Sibirien verschleppt. Die Hauptrolle spielt die aussergewöhnliche schweizerische Schauspielerin Sabine Timoteo, die für ihre Rolle bei minus 20 Grad im Schnee spielte und Lettisch sowie Russisch sprechen lernte.

Die Journalistin Melanija Vanaga wurde am 14. Juni 1941 getrennt von ihrem Mann und zusammen mit dem achtjährigen Sohn in einen Eisenbahnwagen verfrachtet. Ihr Mann wurde schon 1942 erschossen. Melanija selbst überlebte den Gulag und kehrte 1957 nach mehr als 16 Jahren in die Heimat zurück, wo sie in der Kolchose arbeiten musste. Erst 1993 konnte die Journalistin ihre Lebensgeschichte publizieren. Darauf baut der schöne und bewegende Film des Opern- und Filmregisseurs Viesturs Kairis auf, der für die Hauptrolle die mehrsprachige Bernerin Sabine Timoteo auswählte, die für ihre schauspielrische Leistung 2017 den lettischen Oskar „Lielais Kristaps“ in Riga entgegennehmen durfte.

Der Film ist in der Schweiz vorerst in Zürich, Olten und Bern an folgenden Daten zu sehen:

Zürich11. Nov. 18 – 11 Uhr – Kino RiffRaff  (in Anwesenheit von Sabine Timoteo)

Bern18. Nov. 18 – 16 Uhr – Kino Cinematte (in Anwesenheit von Sabine Timoteo)

Olten20. Nov. 18 – 20.30 Uhr – Lichtspiele Olten

Bern26. Nov. 18 – 20.30 Uhr – Kino Cinematte

Olten26. Nov. 18 – 18 Uhr – Lichtspiele Olten

Die Gesellschaft Schweiz-Lettland ruft ihre Mitglieder und alle Kinofreundinnen und -freunde auf, Werbung zu machen und den Film zu besuchen. Wenn das Interesse besteht, so wird der tief beeindruckende Film in der ganzen Schweiz zu sehen sein.

Lettlands Demographie zwischen Emigration und Rückkehr

Demografische Entwicklung der lettischen Bevölkerung

Demografische Entwicklung der lettischen Bevölkerung

Wir machen Sie auf eine hochinteressante Sendung der Journalistin Brigitte Zingg von „Echo der Zeit“ und „International“ des Schweizer Radios SRF aufmerksam, die die Entwicklung der Bevölkerung in Lettland thematisiert. Brigitte Zingg berichtet unter anderem aus der Stadt Cesis, die junge Rückkehrer erfolgreich fördert. Sie können die Beiträge im Internet hören unter: Sendung „International“ von Radio SRF zur demografischen Entwicklung Lettlands (hier klicken). Die Sendung wurde erstmals am 25. August 2018 ausgestrahlt.

Der Aktionsplan des lettischen Wirschaftsministeriums zur Unterstützung von Rückkehrern stammt aus dem Jahr 2013 und umfasst einen Planungszeitraum von 2014 bis 2020:

  • Die Einwohnerzahl hat allein von 2000 bis 2013 um 307’000 Einwohner bzw. 13% abgenommen (davon gehen 188’000 auf Emigration zurück);
  • Auswanderungsgründe: niedriger Lohn; Personenfreizügigkeit; Zunahme der Arbeitslosigkeit (Bemerkung der Redaktion: die Arbeitslosigkeit nahm im Verlauf der Finanzkrise stark zu. 2018 leidet Lettland aber wieder an grossem Arbeitskräfte-Mangel).
  • bis 2020 wurde ein Wachstum von jährlich 4-5% prognostiziert; auf dieser Grundlage wird prognostiziert, dass bis 2030 120’000 neue Arbeitsplätze entstehen könnten, die durch auf dem heimischen Markt fehlende Arbeitnehmer besetzt werden müssen;
  • Ziel der lettischen Regierung ist es, diese Anzahl von Arbeitsplätzen durch lettische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger zu besetzen, nicht durch Einwanderinnen und Einwanderer anderer Staaten.
  • Als Hauptgründe für eine Rückkehr sind nicht nur neue Arbeitsplätze zu nennen, sondern eine Verbesserung des Lohnniveaus.
  • Ziel der Regierung war es seit 2014/ist es, nicht nur in Riga sondern auch in den Regionen Arbeitsplätze zu schaffen.
  • Notwendigkeit, den Minimallohn auf das Niveau konkurrenzierender Länder anzuheben und die steuerliche Belastung niedriger Löhne zu vermindern. Zum Vergleich: In Irland lag der Minimallohn 2011 bei 1462.- EUR, in Lettland der Durchschnittslohn aber nur bei 660.- EUR.
  • Eine strategische Rolle kam seit 2014/kommt für die Regierung die Unterstützung rückkehrender Familien bei der sozialen Absicherung, Lebensqualität und Ausbildungsmöglichkeiten für die Kinder zu.

Quelle: Dokument von J. Priede von 2013, lettisches Wirtschaftsministerium, „Reemigrācijas atbalsta pasākumu plāns“ (Link).